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Nymphenpod


GrammaTau (2017; LANGUAGE Poetry)

01 Wer sagt nun seinen Namen?
02 Montsegur
03 Worauf du achten wirst
04 Pastos von der Nachbarin
05 GrammaTau
06 Der Geruch der Fontanelle
07 Die Rückläufigen Ängste der Konz
08 Der Pionier
09 Die Antwort
10 Der achtspurige Gehsteig
11 Schnittmengen
12 NachtSichtGerät
13 Der Horcher
14 Der Schrecken der Reise
15 Der 30. Februar des Jahres
16 Choks
17 Allerlei zu versuchen
18 Der Mann im Regen
19 Äquinoktien

Projekt Hypnos (2016 begonnenes Projekt: Albera träumt, Perkampus schreibt)

Der Bienenstock
Die geheimnisvollen Blütenstühle

Sandsteinburg (2017; Auszüge aus dem "Neuen Roman")

Dort beim Hexenkraut
Seit wann schaukeln meine Schafe
Aus "Der Elvegust", Einschub 1
Aus "Nach dem Sturm", Einschub 1

GuckKasten (2011) - Hörspiele

Modellbau
Olga und der Ring
Schwerkraft zum halben Preis
Cocktail
Schellack
Eine alte Dame geht aus
Garaus
Feston

Ouroboros Stratum (2007; Tonwerk)

01 Das Rosenkind
02 Kaskade (Bildsturm hypnotischer Interferenz)
03 Vor belagerter Höhle
04 Lillebrök (Die Phantasiererin mit dem geisteskranken Shawl)
05 Eruptogenius (Haltbarer Kristall)
06 Kältekontainer
07 v.Ision - Zum f.Enster hinausschauender m.Ann, hereinspähender Doppelgänger
08 Unter dem Gras (Die Gesänge der Vril)
09 Casus Mentae (Die Maschine in den Ebenen)
10 Ingrimm (Senkfell)

Die Gilde der pechschwarzen Liebe (2008; Tonwerk)

01 Entrada / Das Ausziehen der schmutzstarrenden Kleider / Weltweg
02 Tropus / Eydillion / Die Pandämonien
03 Bei Pflasterlicht posierlich / Das erste meiner Rätsel
04 Elflock / Hinter tagtrüber Sicht
05 Gaia
06 Unweck-Traumschlaf-Schläfer
07 Schlingt sich aus häufig feuchten Orten / Circumgyratorische Bewegung
08 Die Gildendamen / Strongyli / Aurora

Unzyklisch

Von der Lab zu Tale
Odeur einer waldgewordenen StiefelvillaEs mag sein, daß es im Traum geschah
Ma-Ma
Gestern die Milch, heute der Keller

Kommentare

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Schellack

Sprecher: Michael Perkampus / Claudia Maulwurf / Fafnir Fiedler

»Auch ich möchte wissen, wer Sie sind« sagte sie. Ich ließ sie stehen und ging nach nebenan. Kurz darauf kam sie herein, erschüttert ob meines Verschwindens, aber ich zuckte mit den Schultern, als ich sie so schüchtern stehen sah, das Licht aus dem Nebenraum über ihre Schultern geworfen. Dieses Licht beleuchtete nichts und nahm ihr für einen Augenblick die Ziselierung aus dem Gesicht. »Was tun wir nun? Was fangen wir an?«
»Wir hören uns ein paar Aufnahmen an - Tonband, oder besser: das gute alte Schellack!«
»Die Läuse?« Ihre Augen traten ins Dunkel.
»Ja. Gibt es nicht mehr. Die Platten sind schwer, schmerzen aber wundervoll, wenn man sie auflegt.«
»Sie tun so, als würde ausgerechnet ich Ihnen zuhören.«
»Ich weiß.« Ich fühlte mich ertappt, doch dem durfte man keine Träne nachweinen. Sie stand noch immer im Türfutter. »Schließen Sie doch die Tür, wenn Sie noch etwas bleiben wollen!«
Sie schloß und schloß. "Dann ist di…

Pure Freude

Um kurz vor Zehn hat es geklingelt. Wie immer ist Carl wie ein gescheuchter Hahn aufgesprungen. Seele pur, wie sie sich unmittelbar zeigt, ist ihr niemals ein Fell gewachsen. Es war die Post, die uns eine Rolle mit Schätzen aus Österreich übergab. Anbei lag ein lieber Brief von Erik, der von Liberatore Illustrator als Bote auserkoren wurde mir eine Zeichnung und zwei ASH Comic-Ausgaben zukommen zu lassen, da wir es nicht zu dem Wiener Treffen geschafft haben. Er selbst hat auch ein Bild und zwei Ausgaben, die er mit Text und Bild gestaltet hat, dazugelegt. Ein Geschenk von ihm an uns beide. Und so haben wir uns auch verhalten, wie Kinder unterm Weihnachtsbaum.




Liberatore und Erik sind absolut starke Zeichner. Und wir können es immer wieder kaum fassen, dass diese beiden nun mit uns zusammenarbeiten und wir mit ihnen. Dafür haben wir besonders Doc Nachtstrom zu danken, dem Captain Fantastic des Äthers.


Für beide Zeichnungen werden wir Rahmen kaufen. Sie erhalten ihren Platz in unserem…

Dopplereffekt

Damals auf dem Schrank wähnte ich mich unsichtbar, denn auch den Staub hatte niemand bemerkt, seine Jahresschichten intakt. Es fehlte nicht viel zur geweißten Rauhputzdecke. Das Gesicht in Deckennähe, der Grund und Boden so weit unter mir. Wenn ich über den Holzrand spähte, überkam mich das Gefühl der Fremde, wenn ich fallen würde, fiele ich in eine Welt, die ich augenblicklich verlassen hatte, um Höhe zu spüren, die Stimmlage dieser Höhe, ein Käfer, der sich tarnt, an Ort und Stelle verharrt. Da hatte ich einen einen kurzen künftigen Blick erhaschen können, nichts daran war spektakulär, keine Posaune, keine Hydra, die ein Tor bewacht, kein epileptischer Anfall, nur die Wand mit ihren Poren, ein Wink aus der Zukunft. Das konnte nur bedeuten: es gab diese Zukunft, ich war bereits dort zugange, darauf wartend, daß ich aus dem Jetzt ankam. Dort angekommen widerfährt mir ein Déjà-Vu, ein Dopplereffekt im Hirn, jedoch keine 'Fausse reconnaissance', nichts, was da nicht sein dürfte.…