Freitag, 4. August 2017

Prilblumen gegen Akne

Wenn man von Skandalen spricht, ist meist der Teufel nicht weit. Oder? Ich meine: was haben wir uns schmachtend als junge Mädchen auf dem Boden gewälzt, als Sissi - noch immer ein Dauerbrenner unter den Puppenspielerinnen - in Form von Romy Schneider über den Bildschirm lächelte. Eingerollt in die Ballkleider der Mutter haben wir uns, und in Ermangelung an Glitter haben wir uns mit Lametta behängt und uns in Ermangelung einer Krone den Eierkocher auf den Kopf gesetzt. Hach - die Jugend pumpte noch frisches Blut durch meine Brust, bevor ich zum täglichen Abwasch herangezogen wurde.

Wirkliche Prinzessinnen waren wir ja nie mit unseren abgebrochenen Fingernägeln und Kartoffelhänden. Das änderte sich erst als die Böhme Fettchemie 1959 das flüssige Pril heraus brachte. Findig wie wir waren (und was ich im Magazin "Die kluge Hausfrau" nie sagen durfte), massierten wir unsere leicht bäuerlichen Fettringe um die Hüften damit weg. Oder versuchten es. Klappte nicht. Wisst ihr ja. Kann natürlich nicht. Aber gegen Akne half das Zeug allemal. Ich komme ja heute wirklich selten noch dazu, Empfehlungen auszusprechen, aber diesmal will ich es tun. Sollten aknebefleckte Knaben und Mädchen mich noch lesen, heißt das. Schmiert euch ruhig mal Pril ins Antlitz!

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