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Nimrod

Nichts ist mir zu heiß in diesem Land des Nimrod, nichts ist mir die Sonne, der Sand, vor allem aber die Sonne, die wankt, den gan­zen Tag wankt, die mich anglüht. Eile du nur vorwärts! eile zu den Gärten, erblicke die große nichtssagende Schönheit, die alles ent­hält : das Ganze und dich; jede Blume, auch dich!
Unter der Zunge schwärt die Lüge, die große große Saat. Ich möchte mich niedersetzen auf den Sternenstein, sinnieren mit keimenden Trollblumen, über die Nebel hinweg schauen. Ich möchte an der Hitze erfrieren; die weiße Erde erstarrt.
Was willst du dich beklagen, dass du lebst, wenn du lebst und alles andere stirbt. So weit der Weg nach Mitternacht, der schwar­zen Frucht der Finsternis. Dein Herz klopft dort noch leise weiter, wird gehört von Tausenden, die wie du am Kragen schlottern.
Nichts ist mir dunkel wie die Stunde, die ich nicht verlassen kann. Wenn sie endet, ende ich. »Will jemand mit mir speisen?« fragt Nimrod dort am ersten Stein, der lag, wo sich dann Babylon erhob. Nie sagte jemand Nein zu Datteln, nicht zu Wein. Jeder dachte an die große Geschichte, die noch zu schreiben war.

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