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Es werden Posts vom 2017 angezeigt.

Letzte Horrorgeschichten

Dass ich diesmal an ein Verlagskonzept eher ruhiger herangehe, ist geschichtlich motiviert. Das geht auch nicht anders, denn wir leben in grundsolide bitteren Zeiten, die man sich nur durch eine gesunde Dosis Distanz und Tätigkeit urbar machen kann. Derzeit schreibe ich an meinen "letzten Horrorgeschichten", was nicht meint, dass es wirklich die letzten sind, sondern sich mehr auf das beziehen, was sie stilistisch leisten. Sind das überhaupt Horrorgeschichten? Wenn man sich ansieht, was hierzulande darunter verstanden wird, dann eher nicht. Mit der Philosophie und dem Existentialismus scheinen unsere Autoren nicht sonderlich viel zu tun zu haben, den Existenzengrund sehe ich nirgends, eher nette Leute, die ihrer Kreativität eine unterhaltende Stimme geben. Das macht es einerseits unmöglich, Futter für eine Anthologie zu finden, die nicht nur aus Übersetzungen bestehen soll, andererseits kommt man ohne das, was gerne gelesen wird, nicht aus. Eine Debatte findet ohnehin nirgen…

Miskatonic Avenue

Durch die Arbeit an der Miskatonic Avenue, für die ich noch einige Übersetzungen zu liefern habe, ist es hier etwas ruhiger geworden. Das wird sich wohl auch in nächster Zeit nicht ändern, was aber nicht bedeutet, dass wir das Nymphenbad wieder aufgeben. Es ist ja geradezu von Nöten, auch einen Platz zu haben, wo Notizen und Hinweise hinterlegt werden können, die nicht zu einem Essay gehören.
Selbstverständlich muss etwas für die spekulative Literatur in diesem Land getan werden, auch wenn es sich unterm Strich als sinnloses Unterfangen erweisen wird, weil die Herdenmentalität hier so sehr ausgeprägt ist, dass philosophische Kraft nicht daraus resultieren kann.

Die Strümpfe bei Hofe

Nick ertappte sich selbst dabei, wie er im Regen saß, und das Schauspiel der fallenden Tropfen beobachtete. Nichts hätte ihn heute abend zurück in seine Kammer gebracht, denn er wollte nicht etwas hören, was nicht gleichzeitig zu beobachten war. Wärst du unsichtbar, mein lieber Regen, ja, auch dann müsste ich mir eine Gestalt für dich ausdenken. Vermutlich würde ich Fingerknöchel nehmen, ich wüßte ja nicht, daß du Wasser bist.

Infernalisches Prasseln. Das Prasseln von Geisterfingern auf den armseligen Behausungen und ... auf dem etwas weniger armseligen Dachstuhl des Schloßes. Was die wohl den ganzen Tag dort treiben? Aufhübschen, abhübschen, hinaus zur Jagd, zurück zur Tafel!

›Lustschloß‹ - dieses Wort gefiel Nick außerordentlich, aber: ob die jetzt auch im Regen hockten? Zeitlos schienen die Herrschaften nie zu sein, alles wirkte geplant und gewichtig, selbst wenn eine der Damen den Strumpf verlor. Das geschah auf merkwürdige Weise. Das Textil löste sich noch im Schuh bereits vom Fu…

Numa Pompilius

Numa Pompilius, der sich mit der Nymphe Egeria verbuhlt hatte, studierte nicht wenig die Weisheiten der Assyrer. Er besaß von ihnen nun die Kunst der Erzeugung und Lenkung des Blitzes. Aber bereits sein Nachfolger im alten Rom, Tulius, lenkte den Blitz so schlecht, daß er von ihm erschlagen wurde und somit das Geheimnis verlorenging. Wenn es heute über mich hinweg donnert, dann zögere ich nun nicht mehr, der Karte zu folgen, die sich durch das Blitzgewitter erkennen lassen wird. Dahin habe ich mich gebracht, und all die angehäuften Schriften waren nur mehr Klatsch gegen die echten Grimoiren, Bücher, die so unscheinbar waren, daß man sich nicht einmal ihres Autors versicherte, sie nicht einmal in die Hand nahm; in so einem schlechten Zustand fanden sie sich. Um als Zauberbücher auch wirklich erkannt werden zu können, müßten sie jedoch auch mit ihrer Fertigung prahlen, man muß ihnen gleich ansehen, daß einen der Geist darin völlig erschlägt, man muß dem Buch ansehen, daß man es nicht be…

Ocean Avenue 112

Das Haus ist eine Persönlichkeit wie du, wie ich.
Lebt das Haus also in uns, wie wir glauben, in ihm zu leben? Sind unsere Zimmer bewohnbar und ist der Staub der Rest, der von Sekunden übrig blieb? Der Knopf, der noch dort liegt, hat einst geschlossen Jackentaschen gegen Hände, die am Suchen waren. Das ist der Tod, aber er vollzieht sich nicht, bleibt so lang allein, bis er aufgelöst in allem schwimmt, über allem schwebt, seine Larve ist Kaminholz, geschminkt.
Kannst du mich erkennen, auch wenn nichts mehr übrig ist von diesem Ort, nichts mehr übrig ist von diesen Spuren, ausgelegt, um mir zu folgen, in den selben Traum von einer Nacht, schlaflos durchwacht, eine Aubade angestimmt?
Kannst du mich also erkennen, wie ich Jahrhunderte niederlege, tief in das Polster greife, um ein weiteres Stück von mir daraus hervorzuholen? Noch sieht der Tag mich nicht erwachen, sieht dich niemand aus meinem Zimmer kommen. Du könntest bleiben, schließ die Tür. Ich komme aus Feenlande…

Der Elvegust

Das Haus der letzten Dinge

Dorn und ich – wir entdeckten das Kerzenlicht nach Mitternacht im oberen Eckfenster, und in einem kurzen Moment die flüchtige Gestalt hinter der schmierigen Scheibe. Das unheimliche Ambiente gemahnte uns zur Vorsicht, denn uns war klar, daß wir zum ersten Mal in unserem Leben einer Geistererscheinung gewahr wurden. Das ruppige und wildwuchernde Gelände durch eine der morschen Zaunlatten zu betreten, wagte wir nicht, denn auch wenn das Gespenst da oben nicht am Fenster schwebte, wäre das Gebäude immer noch als baufällig zu bezeichnen. Als wir da standen und sannen, was zu tun sei, geschah es, daß sich das Fenster öffnete und das im trüben Weiß illuminierte Wesen einen Nachttopf ausleerte. Die Geisterscheiße schwebte nahezu wie eine Feder zu Boden, hob also die Naturgesetze nicht auf, sondern bestätigte, daß auch die Bewohner einer Zwischenwelt sich an gewisse Regeln unseres Planeten zu halten haben.


Äquinoktien

Erzähle mir, wie es den Glocken gelang,
sich in meinem Keller einzuquartieren,
wo doch meistens die Tür abgeschlossen ist.

Die Stadt hat Ruh, doch unser Keller
bebt. Da waren noch alte Sessel, die ich
gerne mit einer Firnis überzogen hätte,

einem Tran aus Unschuld und Hingabe;
dort säßen wir gut, wenn die Tage
kürzer werden. Sie tun es jedoch nicht.


Der Mann im Regen

Ein Mann läuft im Regen herum,
Zwischen Hammerschlägen der Dunkelheit eingefaßt.
Alles ist vage, der Nebel ist vage und schwarz.
Tropfen fallen seitwärts aus der Öffnung,

Vorgesehen, der Zukunft zu entkommen.
Andere Schritte gibt es nicht, nicht jene,
Die lautlos schleichen, auch nicht jene, die
Auf dem Tablett geliefert werden,
Auf dem er Nahrung zu sich nimmt wie Licht.

Die Stadt mehrt sich durch Spiegelung,
Schließt nahtlos dort an, wo alles endete,
Wo jetzt eine ausgeweidete Tanne auf ihre
Beerdigung wartet, Luftschlangen sich

Tarnen als Tang. Die Lippen sind
Fürchterlich anzusehen, geöffnet in einen
Stillen Bereich hinein; dort kam es niemals
Zu einer Begegnung zwischen dem Wunsch,

Das Richtige zu tun, und dem Taxifahrer,
Der den Pfützen ausweicht, der die Welt
Aus Bilderbüchern kennt, deren Texte
Ausradiert wurden, um damit

Anzudeuten, es sei egal.
Ein verbündeter der Schnecken und der
Lokomotiven. Im abgestorbenen Gras
Vergnügen sich die Mücken damit, einen

Kadaver zu besiedel…

Die wütende Stimme

Der Mann am Nebentisch fiel ihm auf. Er paßte überhaupt nicht in das Bild, das er von diesem Restaurant hatte. Verrückte sollten hier keinen Zutritt bekommen. Aber Verrückte bekamen Zutritt. Der Beweis saß an diesem Tisch, eine große Schüssel Austern vor sich, sie er so laut schlürfte, daß sich auch andere Blicke auf ihn setzten. Ein austernschlürfendes Schwein. Was soll's. Was geht es dich überhaupt an? Die Stimme in seinem Inneren wurde lauter, rabiater: Was geht es dich eigentlich an! Seit wann sind wir unter sie Spießer gegangen?! Ein feiner Mensch mit einem noch feineren Urteil bist du, was?! Etwas Besseres! Etwas ganz Besonderes! Laut sagte er: »Moment mal!«

Und auch ihn taxierten jetzt die Blicke der Gäste, denn: Mit wem redet der da eigentlich? Das Schwein mit den Austern? Okay. Man gewöhnt sich an das Geräusch. Ein ordinärer Mensch, zugegeben - aber vielleicht hat er ja ein Problem mit seinem Rachen. Da sollte man nicht zu schnell mit einem Urteil sein. Aber der da ... …

Allerlei zu versuchen

achja asfaltschleim, eine bitumie
bergteer, satanspech gegen aller
lei gebrechen (sie gingen die end
lose allee entlang unter den
schwarzen platanen) musik ála
zingarese betäubte die ohren in
ihrem halfter, zum schumann'schen
rotationstachistoskop, mit dem
der umfang der aufmerksamkeit
gemessen werden soll

ist nicht so / daß wir kühlen könnten
ist nicht so / daß wir ober=räubern
abrammen, umtafeln, um tafeln
herum : waffeln / daß wir
ohnsägliches gespür, entrinnen
mimenzwecke im spiegelfleisch
hören wir bitteren fuchsjagden zu


Kultmaker: Albera Anders sieht The VVitch

Im Kulturmagazin Phantastikon geht es um Dinge, die wirklich zählen; unter anderem hat Albera Anders einige neue Artikel vorgelegt, darunter über die beiden genialen Filme Antichrist und

The VVitch.

Eine ganz andere Form

Gezehrt von diesen einstigen Dingen, die jetzt nicht mehr sind.
Die Welt hat sich seitdem nicht mehr blicken lassen, es ist wie bei den Dinosauriern.
Eine ganz andere Form, aber sie nennen sich beim gleichen Namen.
Ich gehe die Straße hinunter und habe die Wahl, schon an der Kreuzung links abzubiegen,
oder einfach geradeaus weiter zu gehen.
Links bin ich schnell im Park, der einer von vielen ist. Endet er, endet mein Weg und ich bin da.

Feston

Choks

Die Verstiegenheit, die uns zu Mördern macht,
wie wir noch nie welche gewesen sind,
die wir noch nie in Worte fassen konnten,
die wir noch nie in einem Zug tranken, das
Glas noch am Ast,
der Ast noch im Auge,
das Blut noch im Glas;
diese Verstiegenheit, die sich äußert,
wenn wir Mörder jedweder Art sind.

Die Lichtung ist schwarz, ein Ort der Ekstase, ein
Ballsaal für Wünsche, die               sich nicht einschließen lassen,
sich reproduzieren lassen.
Vermehrung ist Auszehrung,           hierzulande
Verdoppelung Beliebigkeit              muß man müssen,

Der Flaneur, ein Kaleidoskop, das mit
Bewußtsein versehen ist, läßt abklatschen die Gestalt
der offenbarten Dinge.

                                                         sonst darf man nicht.


Eichendorff

Als ich noch ein Rockstar war und blonde Haare hatte. Zum hier angekündigten Album kam es übrigens nie. Eine meiner schmerzlich verpassten Gelegenheiten.


Aludel

Selbstverständlich habe ich Spaß an Wassertropfen, die sich in diesem rostigen Kanal zu etwas anderem verwandeln. Sie bündeln sich, werden zu einem Rinnsal. Die rostige Luke blutet das Haus leer. Einmal beschienen vom Mond, Wind im Gesicht, das Blut von den Händen waschen. Der Traum eines jeden Kindes. Die Regentonne schwappt über. Kaum zu glauben, dass in Russland das ganze Land abfackelt. Du hast keine Konstanz in deinen Bemühungen - oh Daddy, wenn du wüsstest, wie schwierig es im Grunde ist, einen Menschen so zuzurichten, dass er in einen Reisekoffer passt. Es dürfen ja keine Knochen raustehen.

Der 30. Februar des Jahres

Es regnet brossierte Hüte;
wer etwas dafür kann,
sollte jetzt nicht zögern,
die Hand zu heben.

Während die Hände sich erheben,
die Hüte zu fangen,
den eigenen ins Dickicht zu verlagern,
schreibt man Schuldscheine aus.

Es war eine dunkle Hut-Nacht,
die Schreibmaschinen griffelten
von Richtung der Nordwest-Allee.

Wer konnte, aß etwas auf,
sei es eine Vermißtenanzeige,
ein parfümierter Liebesbrief,
der Griff einer Pandora-Büchse,
ein geliehenes Ohr.

Dann setzte man sich unter einen
tapferen Zweig, maß den Umfang
seines Schädels anhand gelesener
Bücher, und probte den letzten
Reim eines verwandten Geistes,
nicht länger als zweihundert Jahre tot.

Die Gasthäuser rollten ihre
Fässer aus den Kellern

"bring out the dead!"

manche nutzten die Zeit bis
zum Aufprall mit dem
Nachspielen eines Horoskops.

Ältere Herrschaften wurden mit
Zöpfen schick gemacht, den
Töchtern abgeschnitten,
auf daß niemand erkennen soll.

Hätte ich noch ein wenig
mehr Zeit, würde ich
über die bahnbrechende
Erfin…

(SSB 03) Ungesehene Winkel

Ungesehene Winkel
Das Aufblitzen der Scheinwerfer eines sich nähernder Knudson-Taunus fräst für kurze Zeit einen gespenstischen Schein in die Nacht. Die Häuser entlang der Schloßstraße wirken wie übriggebliebene Kulissen aus Alain Resnais ›Letztes Jahr in Marienbad‹, wo die Komposition stets wichtiger ist als die Aktion, die Sinneseindrücke persönlicher als die Interpretation. Ansaugen, Verdichten, Arbeiten, Ausstoßen. Ein Schattenregister. Gitternetz der Beobachtung : verschwunden ist das, was die Pupille nicht streift, ein Winkel (nie gesehen), möglicherweise ein Scheunentor, ein Stein unter der Brücke, ein Grashalm im Wasser neben dem eigenen Gesicht.

Etwas, das nicht getan wurde, das nie getan wurde, schleppt sich durch die Straßen, wird vielleicht von fremden Gezeiten geträumt, wird vielleicht im späteren Verlauf erinnert, kann nicht aus seiner Zelle entkommen, bleibt in der Wahrscheinlichkeit stecken, in einem falschen Hals, nur eine Gräte der Historie.

Dechiffriertes Bild : imm…

(SSB 02) Seit wann schaukeln meine Schafe?

Der Böhmwind 
Seit wann schaukeln meine Schafe? 
Hat jemand zwischen den Raunächten Wäsche gewaschen und damit ein Los gezogen? Nimm, Herr Wode, das Dorf nicht achtlos links, kehre ein mit deinem Totenheer, der hartgerippte Steinboden sei dein Totenacker, sei dein Kältebad auf deiner wilden Jagd, entfesselter Wind, als der Nachtwind starrend um die Häuser patrouilliert, die schneebedeckten Zweige schüttelt, hier entlang! Hat jemand die Wäsche gewaschen? Die Zweige neigen sich dankbar für jede Regung, die man ihnen antut, damit sie wenigstens ein bißchen Gewicht von sich stoßen können, denn lange noch, lange noch müssen sie den Perchtenmantel tragen.

Der bettelarme Baum : und jeder Baum ein bettelarmer Baum, entkleidet sind die Lauben, das Immergrün von hexagonalen Kristallen besetzt, die Steintreppen stiller, die Schorne, gewaltig sich streckend, erscheinen doppelt so groß in ihren Schieferkleidern, durch das Feuer gestärkt, das in den Küchen und Stuben das Leben erhält, auch die Dachs…

Das Magazin für unbhängige Welten

Als ich vor drei Jahren das PHANTASTIKON aus der Taufe hob, geschah das zu keinem anderen Zweck, als meine Übersetzung von Thomas Ligotti unterzubringen. Die Artikel, die ich in der Folge schrieb, passten nicht zwischen Gedichte und Weltschmerz. Ich hatte mein Interesse für den Horror als philosophische Disziplin entdeckt. Die Redaktion, die jetzt seit zwei Tagen wieder von mir, Karin Reddemann und Albera Anders geführt wird, hatte insgesamt schon viele Mitarbeiter kommen und gehen sehen. Das Phantastikon ist ein etabliertes Szenemagazin, das ich jetzt umgekrempelt habe, das mehr will, als sich nur mit dunkler Phantastik auseinanderzusetzen. Es geht um den Traum, um die Fantasie ohnehin, die ein Mysterium ist.
Vor einem Jahr wären wir beinahe mit dem "Zauberspiegel" fusioniert; das war die erste große Krise, die dann in die "erfolgreichste" und arbeitsreichste Phase mündete. Vor einigen Wochen wollte ich das Phantastikon endgültig abgeben, aber es fand sich niemand…

Der Schrecken der Reise

Die Schnecke erfährt ihr Tempo hinter vorgehaltener Hand.
Heimlich bekommt sie dafür ein Haus, das wie ein Trichter
Zum Kleinsten und zum Größten hin führt, aber langsam.
Langsamer als die Farben aus Gesichtern rutschen,
Die auf der gleichen Strecke unterwegs sind,
In einem Raum, der abstrakt scheint, mehrteilig,
Wie es die optische Täuschung oft vormacht,
Wenn die Perspektive, von der nun alle reden,
Nicht mehr vorhanden ist, wenn sie dem Ultraschall
Des Gehörten, dem Infrarot der Nacht, durch ihre Wärmepausen weicht.

Dann bleiben gesprochene Worte auf der Strecke liegen,
Keiner kümmert sich um das Gepäck des anderen. Im
Forst sitzen die Tafeln mit den Umsteigemöglichkeiten fest,
Behaupten sich nicht gegen Bäume oder Gräser, haben
Es aufgegeben, die richtige Stelle mit einem X zu
Markieren. Sie werden kaum aufgedeckt, gefunden werden.
Deine Hand leuchtet einen Ballon an, aber auch diese
Geste bringt keine Zeit zurück, die auf der Reise verloren
Ging. Trotzdem folgen die Vögel dem Li…

Garaus

Holz

Daphne B. 

alias
Papagena

Eine aus dem Comicversum Erschienene, die sich von mir auf einer Insel - zirka 3000 km von Kempten entfernt - ablichten ließ.

(Idee: Ein Comic nur aus Schattenbildern bestehend, ähnlich dem Chinesischen Schattentheater.)

Der Horcher

Die neuen Tage beginnen nicht so wie die alten enden.
Jemand hat das Interieur verändert, die Kabelage ist
Durch fremde Mauern gezogen, die Venuslampe scheint.
Über unzählige Stufen gepoltert trifft derjenige ein,
Den sie den Horcher nennen. Er steigt aus der Fassade,
Die ihn wie mit einem Fahrstuhl nach oben brachte.

Geweihe zeigen nach Norden, was die natürliche Ansicht unterstreicht.
Zu Boden, sondern in ein dafür installiertes Sicherungsgitter.
Geflohen sind wir längst, nur scheint uns jetzt
Zusätzlich die Sonne ins Gesicht, was die Arbeit sichtlich erschwert.

Die Sätze sind abhängig von den großen Laternen, pausenlos
Ausgespuckte Routine wäre ein Wort dafür, das der Horcher verwendet
                                                                                                  hätte.
Ohne Gefühl der Zweckbindung an den Türen vorbeigehen,
Die atmosphärischen Störungen von jenem Weizen zu trennen,
Das nicht in ein Brot fährt, die zarten Verwehungen anzuerkennen,

Ohne Gegenwehr,…

(SSB 01) Dort beim Hexenkraut

am end ists doch ein bloszes possenspiel, das nachtgespenster sich in unserm schädel machen. (Oberon)
Die Imago, die Erinnerung, das Phantasma – sind für den Menschen nicht nur nicht minder wirklich als die ›wirklichen Verhältnisse‹, sie sind zugleich beweglicher, transportabler, schneller und können ihn deshalb in der Zeit vor und zurück versetzen. Phantasie und Gedächtnis sind Vision und Erinnerung. Diese können die Wirklichkeit ersetzen.

Erst im Angesicht des Phantastischen, wenn die Vernunft ihre Kontrollmacht verliert, vermag sich die tiefste Empfindung des Seins zu äußern, eine Empfindung, die im Rahmen der ›wirklichen Welt‹ nicht hervortreten kann und die keinen anderen Ausweg findet, als den ewigen Reiz der Symbole und der Mythen zu erliegen.

Die Neigung, zu experimentieren, ist der Reiz, das Unbedeutende, Verkehrte und Richtige mit Aufmerksamkeit zu betrachten, darüber hin und her zu denken, wie es, anders gestellt, geändert, verkürzt und vermehrt etwas Besseres werden könnte.

Changiere das rechte Ding

Fortschritt ist zunehmende Entropie; Veränderung, die nicht eigentlich den Fortschritt bezeichnet, sowieso. Genau genommen gibt es einen Fortschritt nicht, er bezieht sich nur auf zwanghaftes Verhalten. Veränderung hingegen kann ein notwendiger Umstand sein. Mit ihr ist gemeint, die Dinge willentlich in einen anderen Zustand zu überführen, denn Veränderung ist sekündlich, demnach nicht der Rede wert. Zwei große Zeitparzellen verzeichne ich : Das Fichtelgebirge der Abkunft; Das Allgäu des Bauern. Unterbrochen sind diese Zeitparzellen durch unablässiges Reisen und Stolpern, sowie mein Leben in der Schweiz. Ein kurzes Aufbegehren, das mich nicht Fuß (und Knöchel) fassen ließ, so sehr ich es auch versuchte. Daß ich je nur meine Ruhe wollte, um schreiben zu können, ist dem Erringen um jeden Preis zuzurechnen, ein wahrer Wettkampf mit den Unbilden einer im Grunde menschenverachtenden und seelenvernichtenden Gesellschaftsform. Nun, ich nehme das zur Kenntnis und setze meinen Weg fort. Sinnlo…

Stehende Knospen

Fortan schlüpften unsere Blüten den Minnesängern gleich aus ihren durchsichtigen, einsichtigen Welten. Der bestäubte Garn vieler Stunden wies ihnen den Weg durch den Kräuterfarn am Teich der irritierenden Gespinste, die mit den Butterfliegen rangen. Von den sanften Teilen ein Teil : das war ihr Begehr; und so drängten sie sich um das Seeufer herum, öffneten ihre Menuette (selbstverständlich im Dreivierteltakt) und zeugten in den Lüften von sich selbst und ihrem artistischen Flappern, der nahen Spule verwandt, nicht aber zu verwechseln mit den Tropfen, die sich vom endlos brausenden Mühlrad trennen. Besagter See ist ein gewisses Heute; unsere Blüten aber sind zeitlos, ein Mantel aus Flügelschlägen sorgt hierfür, genährt von Wiesenträumen. Die Kapriolen der Zinnober-Bürsten erklimmen ihre Wandten, vertanzen mit den Blüten einen gewissen Sommernachmittag. Wir werden uns den Schirm etwas kosten lassen, der uns während des Schauspiels ermöglicht, geschützt und sahnig eingeölt, das Okular …

Neunter Gilbhart, Viehmarkt

In erster Linie mochte ich es gar nicht glauben. So leicht wäre es über die Jahre bereits gewesen, die Reiseschreibmaschinen gegen eine zünftige Büromaschine (ein Arbeitspferd) einzutauschen. Ich hätte wohl nicht eine derartige Leidensstrecke zurücklegen müssen. Die Monikas waren mir aufgrund ihrer Robustheit bereits mehr an die Finger gewachsen als die anderen, dennoch gab es Makel, über die ich immer wieder berichtete. Jetzt ist der Koloss Olympia SG vor Ort, eingeritten und für tragfähig befunden. Zudem habe ich, sollte einmal etwas im Argen liegen, einen Mechaniker dazugewonnen, der auch mein zukünftiges Schreiben mit der Maschine gewährleisten kann. Drama beendet? Es sieht leicht danach aus.


Man mag sich fragen, was ich auf dem Allgäuer Viehmarkt zu suchen habe. Die Antwort ist sensationell einfach : mich nach dem Preis für eine 29-Liter-Kuh erkundigen. Der Preis liegt derzeit bei 1100 Euro, was natürlich dem niederträchtigen Milchpreis geschuldet ist. Man möchte fast sagen : jet…

NachtSichtGerät

ich könnte einen gebrauchen, der jetztdie Strippe ziehtverschwunden ist dann dasund auch das Sondermodelle ginge vorbeiginge ganz einfach vorbeiNacht.Sicht.Gerät. : so was von der Welt erfahren so was von ihr hören müssen, also daß die da draußen blödsinnig sind weiß man ja daß die hier einfach auf dem Planetendamit können Sie abgelegt wurdeneinen Tag erleben (mal schau‘n was aus Ihnen wird) Als Köchewie er verkleidete Polizistenwirklich ist und die fickten dann sagen wir maldie Viecher, die da rumstreuntender Mensch sage ich ist aus Sodomie gewordender Mensch sage ich

Ingrimm (Senkfell)

Information: Bis zum "Gesang des Knochenmanns" sind die Stereokanäle aufgespreizt.

Das Tribunal zu Wilem

So war es nicht erstaunlich, daß ein Riese mich vor die Tür setzen wollte. Energie war er, sonst nichts, unhaltbar groß, erschienen aus dem Nichts, durch Gedanken in die Materie gezwungen. Nun erbat ich mir aus, mich noch ankleiden zu dürfen, denn der Anstand gebietet Kleidung. Noch während ich mich bemühte, alle Kluft zusammenzurühren, um hineinsteigen zu können, erschien - ebenfalls aus dem Nichts - mein eigenes Energiespektrum, klingelte aber wohl an der Eingangstür, denn von dort aus hörte ich einigen Tumult. War es verwunderlich, daß zu meiner Verteidigung ausgerechnet ein Renommist erschienen war? Der freilich, denn er kam ja aus meinem eigenen Dunstkreis, man frage nicht, wie, war mir, obwohl ich ihn als relativ machtlos gegenüber der anderen Partei entlarvte, war mir kein bloßer Unsympath; abgesehen davon hatte ich nichts anderes aufzubieten. Durch sein Auftauchen war die Angelegenheit nicht mehr so einfach und schnell durchzusetzen, was meinem Energieverteidiger dann doch anz…

Von der Lab zu Tale

So der schneeweiße Stier zu den Blättern aus Thule:

Ich sagte noch, ich singe nie die Lieder meiner Ahnen. Doch hören wollte keiner, und klamm in meiner Brust mein Donnerherz, ihr kennt es wohl - und flieht, wenn ihr es lauscht. Durch Berge breche, durch Täler ich, durch Steppen gleite, durch Weite ich, und hufe empor und stauche in Wut das Gebirg' zu einem Talisman. Es waren keine Tore mir verschlossen: ich rannte sie ein mit dem Lachen der Gespenster und eroberte mich selbst. Ich diktiere, in deine Kammer dringend, dir die Wege, die ich kam.

So die Handschrift aus Thule zu  dem schneeweißen Stier:

Du hast mich gefunden, nicht gesucht, du hast mich gerufen in feurigen Träumen. Ich nehme dein kostbares Blut in meine Seiten hinein, sickerst du in die ruhmvolle Reihe hinab, wird dich das Leben nie mehr durch die Welten jagen, verschwimmst du nur auf meiner Fläche, so fürchte meine Tiefe!

Darstellung No. 2
Bild und Zauber: Albera Anders
Text und Duktus: Michael Perkampus

From Hell

Jack the Ripper verfolgt mich seit Jahrzehnten und markierte eine Zeit lang den Schwerpunkt meiner Forschungen (kurz nachdem ich das Faust-Thema beiseite gelegt hatte). Warum ich nie beabsichtigte, einen Roman über das Thema zu schreiben, liegt auf der Hand: Das war bereits in mehreren Fällen mehr oder weniger erfolgreich geschehen, nie aber so, dass man von interessanter Literatur sprechen konnte. Die Spurensuche war da weitaus ergiebiger. So arbeitete ich mich im Laufe der Jahre durch nahezu alle erhältlichen medialen, wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Bücher. 2014 mündete meine Lust am Mythos in der Teilname an der Jack-the-Ripper-Tour in London. Die Londoner selbst betrachten das touristische Interesse eher als einen Makel, und zugegeben, es gibt eine Menge solcher Touren, die das Thema bis zum Letzten ausreizen. Für mich war der "Spaß" über den angenehmen Schauer hinaus durchaus erhellend.
Alan Moore ist als Engländer natürlich mit dem Mythos aufgewachsen,…

Der surreale Tombstone Blues

Bob Dylan als Meister der Sprache ist natürlich genau aus diesem Grunde auch ein Meister des Surrealen. Für viele seiner herausragenden Gedichte braucht er nur drei Grundakkorde, um zu tun, was ein Dichter zu tun hat: Sprache zum Klingen bringen. Sehen wir uns folgenden Satz an: “The reincarnation of Paul Revere’s horse”. (dt.: "Die Wiedergeburt von Paul Reverses Pferd"). Selbstverständlich benötigt man, um Dylans Texte einigermaßen richtig zu interpretieren, viele Grundkenntnisse, die eine gewöhnliche Wissensbasis oft bei Weitem verlassen. Für das Verständnis dieser Zeile z.B. ist es von Vorteil, zu wissen, daß Paul Revere ein Held des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war. Seinen Ruhm erlangte er durch seinen legendären Ritt, der ihm ermöglichte, die Amerikanischen Streitkräfte von der Ankunft der Briten zu unterrichten. Longfellow schrieb das Gedicht "Paul Reverse's Ride" und in den Staaten gilt die Frage nach dem Namen von Reveres Pferd als ein Running…

Zweifell

Wir haben verwahrt, aufgebahrt und hergerichtet.  Die Tische. Die Stühle. Auf den Tellern  die Masken. Die gelösten  Zungen im Glas. Nun ist dieser Raum  offenen Mundes  für immer zu schließen. 
Das Rätsel der Frau  Herkunft oder Umwelt 
Vor einer roten Wand  entkleidet sich die Sphinx zweier Felle, kommt näher  und streift die Haut auf 
Die Tiefe

Schnittmengen

Die Kommunikation ist ein interstellares Lächeln;Zungenzeichen treiben die Boten in die Irre. EsVerschwinden die großen Trübsale, die mitSchweren Trauben behalftert auf der GegenseiteEine rechtsdrehende Ausfahrt nutzen. Die BlässeWird vom ausstehenden Teint verursacht, einerMarter, die zu überstehen ist im Gegensatz zurSyphilis, gegen die man an Schulen geimpftWird, die das Leben als etwas kennen, dasRein zufällig durch den GärprozeßAusgelöst wird, den man in ErlenmeyerkolbenNach=brodelt. Man häuft etwas KatzengoldAn, wenn die Stille überhand zu nehmenDroht, steckt in die Zigarette einen Nagel,Der gegen Mangelerscheinungen hilft, spuckt auf denBoden wie ein Professor, und masturbiert aufEinem Fahrrad während der Sommermonate.Alles in allem ist der Wahnsinn ein abgekartetesSpiel, wo immer die Ampel eine weitereMöglichkeit bereit hält, den Verkehr zu schockieren.Truthahnfett rinnt über schlanke Wege, die FallenErhöhen den Einsatz, an Menschenfleisch zuGelangen. In der Sänfte ein verstec…

Eine alte Dame geht aus

Sprecher: Michael Perkampus / Claudia Maulwurf

Manchmal stellte sie das Radio an. Es kam ihr dann so vor, als wäre jemand bei ihr im Raum und spräche sie an. Antworten müßte sie ja nicht, aber sie tat es trotzdem. Oft sagte sie: "Ihnen auch!" Oder: "Das haben Sie wieder einmal fein ausgedrückt!" Sie ging in der ganzen Wohnung umher und betrachtete die Wände, die Figuren auf manchen Regalen, die Teller in der Vitrine. Manchmal gab es im Radio ein Lied, das sie kannte. Das akustische Fenster, das sie davon überzeugte, daß es eine Welt außerhalb ihrer Küche gab. Lange war sie nicht mehr raus gekommen, woher sollte sie also wissen, ob die Straße vor ihrer Haustüre überhaupt noch existierte? Vielleicht war da schon längst eine Autobahn entstanden. Sie hätte televisionieren können, damit kannte sie sich allerdings nicht besonders gut aus; sie wußte nicht, wie man zuschaut, und deshalb gab es für sie nie ein Bild, dem sie hätte folgen können.
Das Radio war die Lebhaftigk…

Schellack

Sprecher: Michael Perkampus / Claudia Maulwurf / Fafnir Fiedler

»Auch ich möchte wissen, wer Sie sind« sagte sie. Ich ließ sie stehen und ging nach nebenan. Kurz darauf kam sie herein, erschüttert ob meines Verschwindens, aber ich zuckte mit den Schultern, als ich sie so schüchtern stehen sah, das Licht aus dem Nebenraum über ihre Schultern geworfen. Dieses Licht beleuchtete nichts und nahm ihr für einen Augenblick die Ziselierung aus dem Gesicht. »Was tun wir nun? Was fangen wir an?«
»Wir hören uns ein paar Aufnahmen an - Tonband, oder besser: das gute alte Schellack!«
»Die Läuse?« Ihre Augen traten ins Dunkel.
»Ja. Gibt es nicht mehr. Die Platten sind schwer, schmerzen aber wundervoll, wenn man sie auflegt.«
»Sie tun so, als würde ausgerechnet ich Ihnen zuhören.«
»Ich weiß.« Ich fühlte mich ertappt, doch dem durfte man keine Träne nachweinen. Sie stand noch immer im Türfutter. »Schließen Sie doch die Tür, wenn Sie noch etwas bleiben wollen!«
Sie schloß und schloß. "Dann ist di…

Casus Mentae (Die Maschine in den Ebenen)

Rote Arbeit

Viehmarkt

Der Viehmarkt ist eröffnet, ich hinterher einem Arbeitspferd, das in 5 Tagen das meine sein könnte, die Ganaschen aufgefüttert, die Zähne wie marmorne Skulpturen, langgewachsne Kronen, die Fladen freundlichster Psilocybin=Nährstoff. Für wenig Mark hat es viel Mark in den Knochen. Es geht langsam, freilich, aber mit der End=Fasan(ung) muß gerechnet werden, am Abakus Rechenpfennige, die hin und her geschoben werden, das Maul klamm, die Augen den extremen Lichtverhältnissen angepaßt. Meine Unruhe ist eine CoffeinBare; Formel : C8H10N4O2. Die Bettgeschwindigkeit erhöht.

Cocktail

Sprecher: Fafnir Fiedler / Michael Perkampus

»Es tut mir leid, es Ihnen auf diesem Wege mitteilen zu müssen ...« sagte der Butler, und stand da, wie ein Stock eben dasteht »aber Ihre Frau läßt ausrichten, ich solle Ihnen eine in die Fresse hauen und sie ließe sich scheiden. Da ich zu ersterem nicht erzogen bin, muß ich leider Fehl gehen, und kann Ihnen nur die zweite Botschaft sachgetreu übermitteln.«
Da standen sie, gaben an, und tranken Cocktails, die sie noch nie in ihrem Leben getrunken hatten. Eine Gesellschaft voller Pärchen, die sich scheiden ließen. Wenn man es treiben wollte, ging man nach oben; dort war alles mit blödem Plüsch ausgarniert, aber die Betten quietschten nicht. Handschellen gab es für zwanzig Mäuse zum ausleihen.
»Danke, Bernie. Das ist nett!« Ich schob ihm einen Geldschein in die hohle Hand. »Das haben Sie gut gemacht!«
Ohne das Geschehen mit den eigenen Augen zu begleiten, verschwand der Schein in einer der unzähligen Taschen, die alle beschriftet waren. Ich…

Robert Johnson - Crossroads

Die größte Mythe der Musikgeschichte stammt aus dem Blues. Unter den Delta-Blues-Musikern der 30er und 40er Jahre sind einige der wichtigsten und doch schwer faßbaren Figuren aufzufinden. Unabhängig davon, ob man jemals Robert Johnsons musikalisches Vermächtnis gehört hat, ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, daß man zumindest diejenigen kennt, auf die er einen gewaltigen Einfluß ausübte: Led Zeppelin, The Doors, Eric Clapton und unzählige andere.

Er starb mit 27 und begründete damit eine andere Legende: den Club der 27er, dem so illustre Persönlichkeiten wie Janis Joplin, Jim Morrison, Jimi Hendrix oder Amy Winehouse angehören. Die Ursache seines Todes sowie die Lage seines Grabes sind unbekannt, über sein Leben ist so gut wie nichts bekannt – es gibt allenfalls einige Anekdoten von Musikern, die mit ihm spielten, als er das Land durchstriff – aber es existieren zumindest drei Fotografien von ihm. Es kommt also einem Wunder gleich, daß gerade Robert Johnson den Mittelpunkt de…